Unter dieser Überschrift verfasst Shirin, unsere Praktikantin an der Zerah Primary School, einen bewegenden Blog mit sehr persönlichen Eindrücken und Bildern. In ihrem letzten Eintrag schreibt sie:

“Die Zerah Primary School, die Schule an der ich im Moment unterrichte, versucht in einer der ärmsten Regionen der Welt den Kindern eine möglichst gute Bildung zu bieten. Das Ganze für ein geringes Schulgeld, damit die Kinder überhaupt die Möglichkeit haben Bildung zu erhalten. Finanziert wird der Rest durch die Spenden aus Deutschland von empowerment4all e.V.. Es ist einfach verrückt wie das Leben hier spielt. Ich habe Puzzle von mir aus Kindertagen mitgenommen und einer ersten Klasse gegeben. Die Kinder hatten zuvor noch nie ein Puzzle in der Hand gehabt und wussten nicht, wie das Ganze funktioniert, hatten aber sichtlichen Spaß daran es auszuprobieren. Mir hat das in diesem Moment fast das Herz gebrochen, weil mein Kinderzimmerschrank immer noch voll ist mit Puzzeln aus meiner Kindheit. Auf der anderen Seite können diese Kinder aber teilweise schon englische Texte lesen. Erstklässler, die in Deutschland gerade anfangen Buchstaben zu lernen, sind hier schon so weit auf einer fremden Sprache Sätze zu lesen. Zum einen spricht es natürlich für die sehr gute Lehre, die die Schule bietet. Ab 4 Jahren können die Kinder kommen und werden in 3 Vorschulklassen schon beschult (diese Kids sind übrigens meine größte Herausforderung). Auf der anderen Seite zeigt es aber natürlich auch die harte Realität. Die Kinder müssen so früh wie möglich so viel sie können erlernen. Es kann immer mal sein, dass die Eltern das Schulgeld nicht mehr bezahlen können und es nicht mehr zur Schule gehen wird. Oder, dass es anfangen muss zuhause mit zu helfen und die Eltern sich plötzlich nicht mehr um die Bildung und das Kind als solches kümmern.

In jedem Fall leistet die Schule und alle Lehrer/Köchinnen/“Frauen für alles“ eine wahnsinnig wichtige Arbeit. Sie schaffen es, aufopfernd, einen Standard der englischen Sprache zu schaffen, bei dem keine Schule in dieser Gegend mithalten kann. Die Kinder, die teilweise im Unterricht einschlafen, weil sie kein vernünftiges Essen zuhause bekommen, erhalten nun seit einem Jahr ein Mittagessen. Zusätzlich fördert es natürlich auch den Zusammenhalt der Schüler und Lehrer und die Achtung in der Gemeinschaft der Dörfer.

Das, was hier geleistet wird erscheint mir im Vergleich zu so vielen anderen Berufen auf dieser Welt, als wirklich sinnvolle und wichtige Arbeit, die gefördert werden muss. Und irgendwie gibt es den Kindern die Chance auf mehr in ihrem Leben und für ihre Familien. Ich bin unendlich dankbar und froh, dass ich die Chance habe dieses Leben und diese Realität auf der anderen Seite der Welt kennenlernen zu dürfen.”

Shirin hat die Sache auf den Punkt gebracht. Genau deswegen engagieren wir uns in diesem Projekt. Sind Sie mit dabei?